IDENTIFY-a democratic view

Christine Charlotte Iwaniuk absolvierte 2014 das Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Der Großteil ihrer Arbeiten ist in der Fotografie angesiedelt, genauer im Genre der Streetphotography. Technisch und formal gereichen ihr diese als geeignetster Rahmen zu Auseinandersetzung mit dem Thema Intimität, das all ihre Arbeiten verbindet.
In diesen ist die Darstellung des Offensichtlichen eng verbunden mit der Einladung an Betrachter*innen Einblick in das Leben anderer zu gewinnen und mit eigenen Momenten der Intimität in zu verbinden. So zu sehen in der Serie IDENTIFY – a democratic view (2014). Wie die meisten Arbeiten der Künstlerin, entstand auch diese Serie ausschließlich mit einem 50mm Objektiv, das sie zwingt nah an ihre Sujets heranzutreten und in die Welt des Fotografierten einzutauchen. Es resultieren intime Aufnahmen, die in der Möglichkeit Voyeure zu sein Betrachter*innen und die Fotografin gleichrangig macht. Gegenstand der Fotografien ist häufig Alltägliches, doch genau um diese Gewöhnlichkeit geht es Iwaniuk, die starke Prägung durch die Arbeitsweise der amerikanische Fotografie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfahren hat und William Egglestons Forderung nach einer Demokratisierung der Fotografie anstrebt.
Iwaniuk verfolgt diesem Credo und fotografiert Nebensächliches, Dinge, welchen der Mensch keine Beachtung mehr schenkt in der Hektik des Alltags. Doch sind es genau diese Dinge, die den Menschen auch beschreiben, sie sind Teil seiner Identität.
Entstanden ist eine Portait-Serie ohne den Menschen, die versucht die Poetik des Alltags hervorzuheben.

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